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Bürgermeister Patrick Burghardt

Sehr geehrte Damen und Herren,

Deutschland ist ein reiches Land, und es gibt bei uns Lebensmittel im Überfluss. Dennoch ist es für viele Menschen schwierig, ihre Grundversorgung sicherzustellen und die nötigsten Lebensmittel einzukaufen.
Diesem Mangel wollen die Tafeln abhelfen. Sie bemühen sich um einen Ausgleich, indem sie Lebensmittel einsammeln, die qualitativ einwandfrei sind, um sie an Bedürftige abzugeben.
Auch in Rüsselsheim gibt es eine solche Tafel, die gespendete Lebensmittel einsammelt, vorbereitet und verteilt. Viele ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind auch bei uns im Einsatz, um Hilfsbedürftige mit diesen Lebensmitteln zu unterstützen. Ermöglicht wird diese Hilfe von Spenderinnen und Spendern sowie Sponsoren.
Das engagierte Zusammenspiel der Spender und der vielen Helferinnen und Helfer macht es möglich, die große Nachfrage zu bewältigen. Für diese ehrenamtliche Arbeit und alle Unterstützung für bedürftige Menschen möchte ich mich im Namen der Stadt Rüsselsheim sehr herzlich bedanken.

Ihr Patrick Burghardt
Oberbürgermeister a.D. und Schirmherr der Rüsselsheimer Tafel

 

 

 

Pfarrer Michael Eich

Michael Eich: "Liebe ist das Brot, das sich vermehrt, wenn man es mit offenen Händen verschenkt"
(Mutter Teresa)

Die Rüsselsheimer Tafel als ökumenisches Projekt der kath. und ev. Kirche in Zusammenarbeit mit der Caritas versucht, diese Aussage von Mutter Teresa mit Leben zu füllen. Viele Menschen unserer Stadt und Umgebung fällt es aufgrund ihrer finanziellen und sozialen Situation sehr schwer, sich über Wasser zu halten. Im gleichen Zug werden täglich in unseren Lebensmittelmärkten überschüssige Nahrungsmittel vernichtet.
"Hier können wir als Christen nicht tatenlos zusehen", dachte ich mir und rief in Zusammenarbeit und Absprache mit Kurt Hohmann, dem Pfarrer der evangelischen Stadtkirchengemeinde und der Caritas im Frühjahr 2004 die "Aktion Brosamen" ins Leben. Nach einem ersten Aufruf für alle interessierten Helfer und Helferinnen waren sogleich 30 Ehrenamtliche bereit, künftig mit zu helfen. Nach einer Probephase merkten wir alle sehr schnell, dass dieses Hilfsangebot gut angenommen und sogar auch von den Lebensmittelmärkten und Bäckern gerne mitgetragen wird. Es war sinnvoll sich dem „Bundesverband Deutsche Tafel e.V." anzuschließen. Dies geschah im Herbst des gleichen Jahres.
Die "Rüsselsheimer Tafel" ist eine von vielen Not-Wendigen Antworten auf die Frage, die auch bei uns immer mehr Menschen stellen: "Können Sie mir helfen?"
Wir helfen nicht nur, die materielle Not etwas zu lindern. Wir geben mit Hilfe von Sozialarbeiterinnen der Caritas, die bei jeder Dienstags-Ausgabe anwesend sind, auch Antworten die der Seele gut tun und die unter Umständen auch weitertragen, wenn es um Amtshilfe und Ähnliches geht.
Die "Rüsselsheimer Tafel" ist gleichzeitig auch ein positives Zeugnis der christlichen Kirchen, denn sozial-caritatives Tun ist eine ihrer tragenden Säulen. Ich bin dankbar für die vielen ehrenamtlichen Frauen und Männer, die sich hier engagieren und einen Teil ihrer freien Zeit zur Verfügung stellen. Ich bin auch dankbar all den Sponsoren, die materiell und finanziell die Tafel unterstützen. Ich bin vor allem dankbar für viele leuchtende Gesichter der Empfänger, wenn sie ihre Lebensmittel mit nach Hause nehmen, denn diese Gesichter strahlen zurück. Das ist doch schon was! Oder?

Michael Eich
Pfarrer